Einfamilienhäuser gegründet auf Centrum-Pfählen

Die Albrechtshainer Straße liegt am südöstlichen Stadtrand von Leipzig, in der Leipziger Tieflandsbucht. Die Region ist für ihre ehemaligen Kiesgruben bekannt. In einer solchen ehemaligen Kiesgrube in mitten eines Wohngebiet in der Albrechtshainer Straße wurden  mehrere Einfamilienhäuser errichtet. Die Gebäude wurden ohne Unterkellerung mit Erdgeschoss, ausgebautem Dachgeschoss und Spitzboden auf einer Grundfläche von ca. 10 x 10 m konzipiert. Den oberen Bauabschluss bildete ein Satteldach. Die Besonderheit war die erforderliche Pfahlgründung mit Stahlbetonfertigpfählen vom Typ Centrum.

Bodenerkundung Ein ortsansässiges Leipziger Büro für Geotechnik wurde vor Baubeginn mit der Erstellung des Baugrundgutachtens beauftragt. Die Untersuchung des Baugrundstücks ergab, dass sich unterhalb der künstlichen, nicht tragfähigen Auffüllungen Geschiebelehm mit Glazialsanden, darunter Tertiärsande und schlussendlich Tertiärtone fanden. Aufgrund dieser schwierigen Baugrundverhältnisse war eine Tiefgründung bis auf die natürlichen Baugrundschichten erforderlich. Die CentrumPfähle, Niederlassung Leipzig, wurde daraufhin mit der Tiefgründung mit Stahlbetonfertigpfählen beauftragt.

Wirtschaftlich optimierte Tiefgründung Für jedes Einfamilienhaus wurde mit 20 bis 30 Pfählen Typ Centrum in Längen bis zu 15 Meter für die Tiefgründung geplant. Die Rammarbeiten starteten, indem an jedem ersten Pfahl, der in den Boden eingebracht wurde, eine dynamische Probebelastung durchgeführt wurde. So konnten aus den aus dieser Maßnahme gewonnenen Erkenntnissen die Pfahllängen nochmals optimiert werden. Darüber hinaus konnten mit einem einzigen Rammgerät sukzessive die Pfähle für alle Einfamilienhäuser eingebracht werden. Was wiederum zu einem optimierten Preis bei konstant qualitativ hochwertiger Ausführung führte; sehr zur Zufriedenheit des Auftraggebers, der Massiv-Haus-Sachsen und der Bauherren.

Überwachung und Dokumention bei innerstädtischen Bauvorhaben Zum Einbau der Pfähle wurde ein Rammgerät Typ Banut mit einem 6-Tonnen-Fallgewicht eingesetzt.. Da es sich um eine innerstädtische Bebauung handelte, waren die nächstgelegenen Gebäude nur wenige Meter von den Rammarbeiten entfernt. Die bei der Rammung der Pfähle auftretenden Schwingungen mussten daher überwacht werden. Dies erfolgte durch eine Fachfirma, die mehrere Messgeräte in den Nachbarhäusern platzierte und die Schwingungen im kombinierten Modus von Dauer- und Einzelmessung überwachte und auswertete. Eine Beeinträchtigung der Nachbargebäude wurde so ausgeschlossen, was auch die Zusammenfassung des Ergebnisberichts zu den Schwingungsmessungen dokumentiert: "Während der Arbeiten zum Einschlagen von Fertigbetonpfählen auf zwei Flächen auf dem Grundstück Albrechtshainer Straße ... in Leipzig wurde die Erschütterungsbelastung im angrenzenden Grundstück Albrechtshainer Straße ... messtechnisch erfasst. Die ermittelte Schwingungsbelastung lag unter den Anhaltswerten der DIN 4150, Teil 3.  eine Beeinträchtigung der Gebäudesubstanz durch die messtechnisch überwachten Bauarbeiten ist damit auszuschließen." (Quelle: Ergebnisbericht der GGL, Leipzig)

Nach Beendigung der Rammarbeiten können Stahlbetonfertigpfähle sofort überbaut werden, so konnte gleich im Anschluss mit der Herstellung der Bodenplatte begonnen werden.