Neubau der Wartungshalle des Rhein-Ruhr-Express (RRX)

Anordnung Einzelfundamente mit jeweils 4 Centrum Pfählen

Detail Pfahlanschluss an das Fundament

Einbringen der Centrum Fertigteilpfähle mit einer Aarsleff Hydraulikramme

Jeweils 4 Pfähle pro Einzelfundament

Eine von insgesamt 14 dynamischen Probebelastungen zur Ermittlung der Tragfähigkeit

Kombinierte Sondergründung mit Centrum Pfählen

Im Auftrag der Siemens AG entsteht derzeit eine Wartungshalle mit Lager, Büro und Sozialtrakt auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofs in Dortmund-Eving. Die 163 m lange und 63 m breite Fahrzeughalle bietet später Platz für die Kontrolle gleich mehrerer RXX-Züge; dazu werden sechs Betriebsgleise in der Halle untergebracht.

Der Baugrund auf dem Gelände in Dortmund-Eving ist oberhalb der in 7,5 bis 8 Meter Tiefe liegenden Mergelschicht von Weichschichten geprägt, so dass im Baugrundgutachten eine Gründung der Halle mit Stahlbetonfertigteilpfählen System Centrum vorgesehen wurde. Für die Gründung der in der Halle liegenden Gleise war eine Bodenverbesserung vorgesehen. Den Gesamtauftrag für die Gründung erhielt die ARGE Sondergründung RXX, die alle Gewerke des Gründungskonzepts abdeckt und aus den Firmen Heitkamp Umwelttechnik GmbH, Keller Grundbau GmbH und Aarsleff Grundbau GmbH besteht.

Die Gründungsarbeiten der Halle durch die Aarsleff Grundbau begannen Anfang Oktober letzten Jahres. Insgesamt wurden 536 Centrum Pfähle mit einem Querschnitt von 30 x 30 cm und einer Länge von 10 m eingebaut. Im Einsatz war ein Rammgerät Modell Junttan PM 25-1, das pro Tag bis zu 35 Pfähle eingebracht hat. Sämtliche Pfähle binden ca. 2 bis 3 m in den verwitterten Mergelstein ein. Sie sichern so den Abtrag der Hallenlasten über die darüber liegenden Pfahlkopfplatten in den tragfähigen Baugrund und gewährleisten einen sicheren Stand der Halle. Zur Qualitätskontrolle der gerammten Pfähle wurden insgesamt 14 dynamische Probebelastungen ausgeführt. Dabei wurden Grenztragfähigkeiten von über 2.000 kN nachgewiesen und die vom Statikbüro geforderte Tragfähigkeit der Pfähle klar belegt.

Die Besonderheit bei diesem Bauwerk war die Schnittstelle zwischen dem Los Gründung und Hochbau. Unter jedem Einzelfundament wurden 4 Pfähle angeordnet, die über eine Ortbetonplatte durch die ARGE Sondergründung verbunden wurde. Auf diese werden später die Stützen mit angeformtem Fundament aufgestellt. Dadurch wird eine klare Schnittstelle zwischen dem Los Gründung und Hochbau gewährleistet und eine schnelle Fertigteilbauweise garantiert.