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Windkraftanlagen bei Stuttgart auf Rammpfählen

Vor den Rammarbeiten (Bild: Büttner / ZVW)

Die Fertigteilpfähle Typ Centrum werden in den Boden gerammt

Kreisfundament mit der Bewehrung der gekappten Pfähle

In Winterbach, 23 km östlich von Stuttgart, werden für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG drei Windenergie­anlagen vom Typ NORDEX N131 mit einer Nabenhöhe von 164 m und einer Gesamthöhe von knapp 230 m errichtet.

Zwei der drei Standorte sollten als Pfahlgründung ausgeführt werden und wurden im Auftrag der Nordex Energy GmbH auf jeweils 54 Stahlbetonfertigpfählen Typ Centrum mit einem Querschnitt von 40 x 40 cm² in Längen von 15 - 16 m gegründet.

An den beiden Anlagenstandorten wurden erst weiche bis halbfeste, schluffige und kiesige Tone in Mächtigkeiten bis 6,0 m angetroffen. Diese werden von weichen bis halbfesten Tonsteinen in Mächtigkeiten von 4,0 - 6,0 m unterlagert. Erst ab Tiefen von 10,0 - 12,0 m stehen die roten Tonsteine des Knollenmergels an, deren Festigkeiten zwischen sehr mürb und mäßig mürb liegen.

Die Rammpfähle binden 4,0 - 6,0 m in den mürben Knollen­mergel ein und wurden teilweise mittels dynamischer Pro­be­belastungen getestet. Bereits vier bis sieben Stunden nach der Rammung konnten Grenzlasten von 3.750 - 4.100 kN nachgewiesen werden. Der Anteil der Pfahl­fuß­widerstände lag dabei zwischen 50 und 60 %.