Pfahlgründung für ein neues Logistik- und Produktionscenter in Eschweiler

Die Aarsleff Grundbau GmbH führt derzeit in Eschweiler die Pfahlgründung für ein neues Logistik- und Produktionscenter der Firma Dr. Babor GmbH & Co. KG durch.

Auf einer Fläche von ca. 20.000m2 werden mit 3 Rammgeräten ca. 660 Pfähle bis 32 m Länge eingebaut. Bei dem Areal handelt es sich um eine mit Kippenböden aufgefüllte Fläche des ehemaligen Tagebaus Inden.

Auf der Projektfläche wurde seinerzeit Braunkohle bis in Tiefen von 30 m abgebaut. Anschließend wurden die Gruben mit Abraummaterial des Quartärs und Tertiärs wieder heterogen verfüllt. Durch die Art der Verfüllung der Grube mittels sogenannter „Absetzer“ wurde eine nur vergleichsweise geringe Lagerungsdichte der Kippenböden erreicht.

Erste Bemessungen zeigten sehr schnell, dass die Anforderungen hinsichtlich Setzungen und Setzungsdifferenzen des geplanten Neubaus, ohne Sondergründung auf den anstehenden Böden nicht erreicht werden können. Zusätzlich kam erschwerend hinzu, dass die Baukörper innerhalb der Erdbebenzone 3 liegen.

Überlegungen die Böden mittels Bodenverbesserungsmaßnahmen zu stabilisieren wurden wieder verworfen, da die Anforderungen hinsichtlich der Setzungen mit diesen Verfahren nicht gewährleistet werden konnten. Somit viel die Entscheidung die Lasten mittels Pfähle in den unter den Kippenböden anstehenden festen Tonen abzutragen.

Diverse Pfahlsysteme wurden hinsichtlich Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht. Ziel war es, möglichst schnell, gezielt und kostengünstig die Lasten in den gewachsenen Baugrund einleiten zu können. Hier punktete der Centrum Fertigpfahl in allen Belangen.

Durch die Vorproduktion der Pfähle im eigenen Pfahlwerk und die Möglichkeit die sehr langen Pfähle mittels Kupplungen auf der Baustelle zusammenzuführen, konnte so bereits im Vorfeld ein Pfahllager auf der Baustelle errichtet werden, damit später ein durchgängiges Arbeiten mit mehreren Geräten ohne Verzug gewährleistet ist.

Die Abmessungen der Stützenfundamente wurden durch das schlanke Pfahlsystem auf ein Minimum reduziert. Dadurch konnten deutliche Einsparungen im Betonbau vorgenommen werden. Auch beim Einbau der Pfähle selbst konnten wieder Kosten reduziert werden, da durch die 100%ige Vollverdrängung des Pfahlsystems eine kosten- und zeitintensive Bohrgutentsorgung entfällt.

Diese und weitere Gründe führten dazu, dass die Aarsleff Grundbau GmbH mit der Pfahlgründung mittels Stahlbetonfertigpfählen beauftragt wurde. Vor Beginn der eigentlich Pfahlarbeiten wurden auf dem Baufeld noch Probebelastungen in Form von statischen und dynamischen Probebelastungen ausgeführt. Hier konnten im Ton Grenzlasten von 5.000 kN auf einem 40 x 40 cm Pfahl nachgewiesen werden.

Pfahlgründung für ein Logistik- und Produktionscenter

Die Pfahlgründung zeigt auch großes Interesse bei den Ingenieurbüros, Baugrundgutachtern, Planern und Hochschulen aus der Region. In mehreren Veranstaltungen führte unser Niederlassungsleiter West, Herr Dipl.-Ing. Dirk Windeln, das Fachpublikum über die Baustelle, und konnte live die Vorteile des Centrum Pfahlsystems vorstellen.

Foto: Studenten der FH Aachen

Pfahlgründung in vollem Gange
Eingebrachte Pfähle
Baufeld des neues Logistik- und Produktionscenters