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Der Duktile Rammpfahl

Teilpfähle zur Pfahlgründung

Bei nicht tragfähigem Baugrund wird für ein geplantes Bauwerk eine sogenannte Tiefgründung erforderlich, bei der beispielsweise Duktile Rammpfähle verwendet werden. Unter einem „Duktilen Rammpfahl“ versteht man einen Pfahl aus duktilem Gusseisen, der mit vergleichsweise leichtem Rammgerät in Teilstücken von 2 bis 5 m in den Baugrund gerammt werden. Die Teilstücke werden durch Muffen zusammengesteckt, die Gussrohre haben in der Regel Durchmesser zwischen 160 mm und 220 mm. Das zuerst gerammte Führungsrohr ist unten geschlossen, damit kein Erdmaterial in das Gussrohr eindringen kann.

Beim Rammen des Pfahles wird der umgebende Boden seitlich verdrängt, weshalb man den Duktilen Gusspfahl auch als „Vollverdränger“ bezeichnet. Nach Erreichen der Endtiefe in tragfähigen Baugrundschichten wir das oberste, zuletzt gerammte Teilstück auf der gewünschten Höhe über dem Gelände abgetrennt und anschließend wird der Pfahl mit Beton verfüllt. Die Gusspfähle können anschließend in die Gebäudefundamente einbetoniert werden. Eine zusätzliche Bewehrung durch Baustahl ist nicht erforderlich, zur Abtragung der Lasten in tieferen, tragfähigen Baugrund wirkt das duktile Gussrohr im Verbund mit dem Pfahlbeton.

Die Teilstücke eines Gusspfahles können mit einem leichten, hydraulischen Rammhammer, der an einen im Erdbau üblichen Bagger mit Greifarm montiert wird, eingebracht werden. Dadurch ist es möglich, Duktile Gusspfähle auch in beengten Verhältnissen oder an schwer zugänglichen Stellen zu rammen.

Für die Herstellung von Tiefgründungen mit Duktilen Gusspfählen muss der Unternehmer eine gesonderte Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) in Berlin vorweisen, ansonsten ist die Herstellung durch DIN EN 12699 geregelt.

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